"Selbstinitiiertes Lernen, das die ganze Person des Lernenden – seine Gefühle wie seinen Intellekt – mit einbezieht, ist am eindringlichsten und in seinen Ergebnissen am dauerhaftesten."

                                Carl Rogers

Facilitating - in die Tiefe gehen

Der Begriff "facilitate" wurde von Rogers bereits in den 1950er Jahren definiert. Er betonte, dass zwischen dem herkömmlichen Lehren und der Lernförderung keine Ähnlichkeit bestehe, da Menschen nicht direkt ge- oder belehrt, sondern nur in ihrem Lernen gefördert werden können (= facilitate).

 

 

Einem Menschen können Wissen und Lernerfahrungen nicht im Sinne von „input-output“ vermittelt werden. Menschen lernen nur das, was sie für die Erhaltung und/oder Weiterentwicklung ihres Selbst als relevant und subjektiv bedeutungsvoll wahrnehmen. 

 

Äquivalent gilt Gleiches für den Abruf vorhandenen Wissens. Auch hier ist das, was für den Einzelnen bedeutungsvoll ist, die Grundlage.

 

Mit Facilitating werden geschützte Räume geöffnet, in denen sich Teams mit ihren Themen in ihrer ganzen Komplexität – sowohl inhaltlich als auch emotional – zeigen sollen und dürfen. Kenntnisse, Sorgen und Visionen, die verborgen lagen, werden sichtbar, hörbar und darlegbar.

 

Ein Facilitator ist Experte für den Prozess, nicht für den Inhalt. Er kann auch mit Unvorhersehbarem umgehen und besitzt emotionale Intelligenz und tiefe Kenntnisse von Gruppendynamik. Er kann Menschen einbinden, beteiligen und das Wissen der Gruppe abrufen und nutzbar machen.

 

Eine wichtige Voraussetzung ist, dass er neutral und objektiv ist, Prozesse zusammenfassen und auf den Punkt bringen kann. Das setzt voraus, dass er umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen in Training, Mediation und Coaching besitzt.